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Entspannung auf Knopfdruck?

Ja, wie schön wäre das! Doch so einfach funktioniert es oft nicht. Die gute Nachricht: Entspannung kann auf jeden Fall erreicht werden. Sie stellt sich aber nicht unbedingt automatisch ein, sondern Entspannung ist ein Zustand, um den wir uns bemühen müssen!

Es ist wichtig zu verstehen, dass Entspannung einen guten Energielevel voraussetzt. Aktivität und Ausruhen stehen idealerweise in einem ausgewogenen Verhältnis. Werfen wir einen Blick auf die Anforderungen, die das Leben heute an uns stellt, wird klar, wie störanfällig genau diese Balance ist.

Oft halten uns Leistungs- und Termindruck zu lange im Bereich der Anspannung. Im Privaten lassen permanente Erreichbarkeit und die fast schon verpflichtende Nutzung elektronischer Medien die Grenzen verwischen. Irgendwann sind die Batterien so gut wie leer, die Restenergie befindet sich im Kopf und der Anspannungslevel ist weiterhin hoch.

Eine ruhige, kraftvolle und dynamisch-fließende Yogapraxis ist jetzt sehr wirksam: Zunächst gibt sie ein Zeitfenster mit einem eigenen, gleichmäßigen Timing vor und schafft einen „klaren Cut“. Sie erdet und verlagert den Schwerpunkt in den Körper. Durch den kraftvollen Bewegungsfluss, die Erdung und die tiefe ruhige Atmung wird Anspannung abgebaut und neue Energie aufgetankt.

Aber das Beste ist:  Auf der Yogamatte kann das flexible Wechseln zwischen Aktivität und Ausruhen trainiert werden. Und genau dieses flexible Wechselfähigkeit brauchen wir, um den Zustand der Entspannung wieder zuverlässiger zu erreichen.

Trotz Corona gut schlafen – wie geht das?

Schlafstörungen nehmen seit Jahren zu. Diese Tendenz hat mit Corona leider nochmal deutlich Fahrt gewonnen: Insgesamt schläft ca. jeder Zehnte schlechter- unter den durch die Pandemie besonders Betroffenen sogar ca. jeder Vierte.

Beschäftigungsausfall, Kurzarbeit, Homeoffice & Co und nicht zuletzt die Unvorhersagbarkeit der Situation bringen den gewohnten Tagesablauf durcheinander. Doch sind es gerade die bekannten, gelernten Abläufe, die Ruhe und Verlässlichkeit als Basis für einen erholsamen Schlaf spenden!

Jetzt ist es umso wichtiger, den Tag ganz bewusst nach festen zeitlichen Strukturen ablaufen zu lassen, d.h. vor allem zu gleichen Zeiten aufstehen, essen, und körperlich aktiv sein. So werden Schlafen und Wachsein in einer stabilen zeitlichen Ordnung gehalten.

Der Einbau von Ritualen kann den Tagesablauf zusätzlich strukturieren: Z.B. Einige Sonnengrüße nach dem Aufstehen, ein Spaziergang am Mittag, eine Tasse Tee am Nachmittag, ein warmes Fußbad vor dem Schlafengehen. Was immer Dir persönlich gut tut!

Eine regelmäßige Yogastunde am frühen Abend ist ein schöner symbolischer Abschluss des Tages und gleichzeitig ein perfekt geeignetes Abendritual.

Die Stunde sollte klassische Sonnengrüße und andere Bewegungsabläufe enthalten, die oft und langsam wiederholt werden. Lasse Dich vollständig auf den Rhythmus aus Atmung und Bewegung ein! So gewinnst Du Struktur und kommst in einen ruhigen gleichmäßigen Takt. Neben Ruhe und Verlässlichkeit, kann die entstehende Monotonie schlaffördernd wirken.

Ksepana Mudra

Bringe Deine Zeigefinger flach aneinander. Verschränke die anderen Finger. Überkreuze die Daumen, so dass der eine Daumen im Hohlraum des anderen Daumen liegt.

Lege Deine Hände mit den Zeigefingern Richtung Füße zeigend sanft auf Deinem Bauch ab.

Visualisiere mit jeder Ausatmung, wie die Anspannung über die Zeigefinger abfließt und tanke mit jeder Einatmung frische Energie!

Zirbenbalsam für die Füße

Du liegst wieder einmal wach im Bett?

Dann versuche es mit einem warmen Fußbad und bevor Du Dich wieder hinlegst, trage Zirbenbalsam auf Deine Füße, Fußgelenke und die Handgelenke auf!

Zirbe harmonisiert den Kreislauf und beruhigt, während der harzig-waldige Duft wohltuende Gedanken fördert!

Du kannst den Balsam ganz einfach selber herstellen:

5 g Candellilawachs (eine vegane Alternative zu Bienenwachs), 5 Eßlöffel Olivenöl, 10 Tropfen ätherisches Zirbenöl

Erhitze das Olivenöl bei niedriger Temperatur in einem Topf, lasse den Wachs im Öl schmelzen, füge zum Schluss das Zirbenöl hinzu und rühre gut um. Du kannst auch noch einige Tropfen eines anderen ätherischen Öls Deiner Wahl hinzugeben, z.B. Zitronen- oder Limettenöl. Fülle die Mischung so schnell wie möglich in einen hitzefesten Tiegel und schraube ihn zu. Nach ca. 30 Minuten kannst Du den Balsam verwenden.

Bitte stelle vorab sicher, dass Du keine Allergien gegen die verwendeten ätherischen Öle / Wachse hast. 

Stehende Vorwärtsbeuge

Du fühlst dich angespannt und kannst nicht einschlafen?

Dann probiere einmal diese Variante der stehenden Vorwärtsbeuge:

Lehne dich stehend mit Rücken und Po an eine Wand, die Füße ca. 25 cm von der Wand entfernt, hüftweit aufgestellt. Aktiviere Vorderfuß und Ferse in den Boden, strecke die Zehen lang. 

Beuge leicht die Knie und kippe sanft dein Becken, während du dich mit geradem langem Rücken und hängenden Armen absenkst. Lasse Arme und Kopf locker baumeln, den Po gegen die Wand sinken. Löse dein Kinn etwas mehr zum Brustbein. 

Schließe die Augen und genieße, wie die Atmung sich vertieft. Atme tief und gleichmäßig in den Bereich des oberen Rückens und Nackens ein. Lasse die Atmung ganz langsam und mit einem sanften Zischen (Lippenbremse) aus dem Mund ausströmen. Spüre, wie Nacken und Schultern sich entspannen.

Halte für einige Minuten!

Tipp: Lege dir ein Bolster oder Kissen zwischen Bauch und Oberschenkel!